Monat: Januar 2019

Tag 222 – Stress

Man sollte den negativen Effekt, den psychischer Stress auf einen auswirkt nie unterschätzen.

Meistens macht man sich beim Training nur Gedanken um ausreichend Zeit und darum, dass man körperlich gesund bleibt, sich keine Erkältung einfängt und versucht sonstigen Wehwehchen aus dem Weg zu gehen.

Psychischer Stress kann den Körper und somit die Leistungsfähigkeit genauso zerstören, wie jede physische Verletzung. Stress lässt uns schlechter schlafen, was die Regenerationszeit vermindert und dem Körper somit zu wenig Zeit für Erholung bietet. Die zusätzlichen Stresshormone, die der Körper über den Tag produziert verlängern darauf hin noch weiter die Regenerationszeit und auf die Dauer kann man sich so schnell in eine Belastungsspirale begeben, die nicht mehr so leicht zu durchbrechen ist. Weder geistig noch körperlich.

In meinem Bild oben kann man schön den Unterschied zwischen einem recht ruhigen Sonntag und einem stressigen Arbeitstag sehen. Leider kann man sich Stress nicht aussuchen und unter normalen Umständen auch nicht konsequent vermeiden. Bei stetiger psychischer Belastung ist es jedoch wichtig diese nicht dauerhaft zu ignorieren und auf Signale, die einem der Körper sendet zu achten. Der Körper nimmt sich ansonsten die Ruhezeit die er braucht, egal ob es einem gerade in den Kram passt oder nicht.

P.S.: Den Stress-Ausschlag am Sonntag habe ich übrigens Dark Elf Svartaljqfurr zu verdanken. ;)

Tag 217 – Letzter langer Lauf

Sonntag. Zur Abwechslung ist heute mal ein Ruhetag. :)

Ich hatte gestern meinen letzten (echten) langen Lauf. Nach 7 Tagen durchgehendem Training, insgesamt 8 Trainingseinheiten und kurz unter 90km Laufstrecke darf ich heute mal die Füße hochlegen.

Die Intensivwoche verlief besser als erwartet. Aber ich verschätze mich bei dieser Woche eigentlich immer. ;) Letzten Sonntag habe ich den langen Lauf durchschnittlich über die Bühne gebracht. Das Wetter war mäh und ich war auch nicht wirklich topfit. Die nächsten drei Tage war ich ständig müde. Aber nach meinem Regenerationstraining am Mittwoch ging es langsam besser. Selbst die morgendliche Einheit am Freitag um 5 Uhr bei -6 Grad war verhältnismäßig entspannt.

Ich war deshalb gestern sehr überrascht, dass ich die 30km ohne ernstzunehmende Anstrengung oder Ermüdung und sogar in einer recht zügigen Pace (trotz der teilweise merklichen Glätte) einfach mal so abgerissen habe. Der Körper ist schon ein faszinierendes Konstrukt.

Man startet sein Training mit dem Gedanken, dass 12km eigentlich schon eine ziemlich weite Strecke ist und nur ein paar Wochen später macht man sich nicht mal mehr bei 30km nen Kopf. Ich denke ich bin ganz gut vorbereitet auf den Wettkampf in 3 Wochen.

Heute wird wie gesagt einfach mal erholt, vielleicht mal in die Sauna gesetzt, was sich bei dem Wetter ja anbietet und dann geht es in die letzte ernstzunehmende Trainingswoche. Whoop whoop!

Tag 208 – Review und Ausblick

Genau 2 Monate ist es nun her, dass ich mit Diät und dem speziellen Marathon Training begonnen habe. Beides läuft eigentlich ganz gut. Ich sehe keinen Meilenstein auf mich zurollen, aber dafür dass ich letztes Jahr eine längere Pause hatte, ist das Ganze doch ganz in Ordnung.

Ich habe mittlerweile ein wenig an Gewicht verloren, einiges an Fett gegen Muskeln eingetauscht und die GA1 Pace bei der man gefühlt ewig laufen könnte pendelt sich auch wieder bei 07:00 min ein. Auch die langen Läufe liefen bisher gut. Ich musste kein Training abbrechen und größere Muskelprobleme blieben ebenfalls aus.

In 4 Wochen ist es dann auch schon soweit. Ich düse nach Holland und laufe meinen ersten Marathon der Saison. Ich bin tatsächlich gespannt wie das so wird. Eine Bestzeit steuere ich ja ohnehin nicht an, von daher sollte das Ganze eigentlich hinhauen (der Marathon hat ein Limit von 5 Stunden und ich möchte wenn es geht unbedingt finishen).

Ich denke wenn das Training weiterhin so konstant bleibt, sollte der Marathon keine Hürde sein und ich kann mich nach einer kurzen Erholungsphase danach endlich dem eigentlichen Ziel widmen! Hach, ich bin aufgeregt.

Also kucken wir mal wie der Lauf diesen Sonntag so wird… es sind Dauerregen und Sturm angesagt… nicht die besten Voraussetzungen für 32km laufen. Na, mal sehen ob ich mir da was einfallen lassen kann oder es einfach versuche durchzuziehen.

Und, das Beste ist ohnehin… es ist FREITAG! :)

Tag 201 – Risiko ja, nein, vielleicht?

Eine dieser großen Fragen, die sich im Laufe der Marathon Vorbereitung irgendwann immer wieder stellt… greife ich beim nächsten Wettkampf meine PB (persönliche Bestzeit) an oder nicht?

Aus Erfahrung macht es Sinn sich hier möglichst früh zu entscheiden, da man das Training darauf ausrichten und auch einige Male testen sollte, ob die Pace, die man sich für den Wettkampf zurecht gelegt hat auch halbwegs realistisch ist.

Generell kann man sagen, dass ein Versuch die PB zu verbessern eigentlich nur 2 mögliche Ausgänge haben kann: entweder es klappt (YAY!) oder der Wettkampf wird richtig übel (NAY!). :D

Nichts ist schlimmer als den Wettkampf zu schnell anzugehen. Die letzten Kilometer werden danach alles andere als spaßig und man finished mit einer sehr unbefriedigenden Zeit (ich erinnere mich noch sehr gut an den Paris Marathon…).

Die Verbesserung der PB ist immer eine Herausforderung. Man spürt während des Wettkampfs Druck, kuckt ständig auf die Uhr… eigentlich mag ich das nicht. Andererseits ist es auch aufregend und einfach spannend es wieder zu versuchen. Auch wenn die Pace im Vorwege doch etwas verrückt klingt.

Ich bin froh, dass ich mir für die nächsten Wettkämpfe diese Gedanken nicht machen muss. Mein Marathon im Februar ist zwar ein regulärer Wettkampf, aber sich dabei vollends zu verausgaben macht in Hinblick auf das darauffolgende Training keinen Sinn. Der Marathon ist eben nicht mehr mein ultimatives Ziel. Ich bin auch schon sehr auf die weiteren Marathons im April und Mai gespannt, die dann nur noch Trainingsläufe sind. Ob das so hinhaut…? Ich werde es erfahren. Bis dahin ist aber noch etwas übliches Training angesagt. ^^

Und wenn ich den Ultra Marathon tatsächlich schaffen sollte, wird das so oder so eine neue persönliche Bestzeit. :)

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