Tag 250 – Regeneration in vollen Zügen

Ich mag Regeneration. :)

Seit fast 2 Wochen wird fleißig gefuttert und mindestens 2 Mal pro Woche in der Sauna relaxed. Für den Geist ist es wirklich erholsam mal nicht seinem Trainingsplan hinterher hecheln zu müssen und mit gutem Gewissen ein Training ausfallen lassen zu können.

Nächste Woche werden die letzten Regenerationstage noch mit einem Kurzurlaub am Meer abgerundet. Besser kann es sportlich gesehen eigentlich kaum laufen.

Und dann… ja, dann ist es endlich soweit… der Weg zum großen Ziel wird mit zittrigen und ehrfüchtigen Schritten betreten. Puh… 12 wirklich spannende Wochen stehen mir dann bevor. Spannend und wahrscheinlich auch sehr, sehr hart. :D

Tag 238 – Two Rivers Marathon

Da sitze ich nun in meiner Unterkunft in Bruchem, die Beine hochgelagert und vertilge nebenbei etwas Vla (niederländischer Pudding).

Was ein Tag, was ein Rennen. Das Wetter hat es uns allen heute wirklich nicht leicht gemacht. Stetiger strammer Gegenwind, teilweise Orkanböen und ab KM30 fiel die Temperatur eben mal von 9 Grad auf 3 Grad und es hat in Strömen gegossen. Ich kann wirklich froh sein, dass Kälte eine meiner Stärken ist. Ja, das Wetter hat mich einiges an Zeit gekostet und ich hatte schon mal mehr Spaß als fast 5 Stunden durch so ein Wetter zu rennen, aber wirklich zu schaffen macht mir nur alles über 22 Grad. Ich bin einfach kein Sommer Mensch.

Ich werde die Tage noch einen ausführlichen Bericht zum Marathon selbst schreiben, daher hier alle Fakten kurz im Schnelldurchlauf:

Das Event war toll, super organisiert und familiär.
Das Wetter war ätzend.
Ich habe es ins Ziel geschafft (der Cutoff war bei 5h) und ich bin Vorvorletzer geworden. :D
Ich habe mich für den Two Oceans Ultramarathon qualifiziert. Was mir nichts bringt, da ich diesen in naher Zukunft nicht laufen werde, aber falls, werde ich mich auf jeden Fall wieder hier dafür qualifizieren.
Vla ist keine Schokoladenmilch.
Holländer sind sehr nett. :)

Ich werde mich dann bald in die Heia begeben und hoffen, dass ich morgen aus der selbigen wieder irgendwie aufstehen kann… ;)
Die kommenden 3 Wochen Regeneration habe ich mir verdient, denke ich. :)

Webseite des Two River Marathons

Tag 229 – Tapering

Und zack, nun ist es tatsächlich schon wieder soweit. Willkommen in der Tapering Phase!

Nach harten Wochen des Trainings ist es an der Zeit die Beine hochzulegen, viel zu schlafen und die Diät etwas zurück zu schrauben. Und dabei nicht durchzudrehen… denn dieser Rückschritt von 100 auf gefühlte 0 ist tatsächlich schwerer als man denkt. “Ärgere keinen Läufer in der Tapering Phase!!” ist nicht nur ein Spruch, sondern ein ernst gemeinter Rat!

Nur noch eine gute Woche… dann laufe ich den letzten Marathon Wettkampf für eine voraussichtlich sehr, sehr lange Zeit. Wenn alles läuft wie geplant wird der nächste höchstwahrscheinlich erst Herbst 2020 stattfinden können.

Eine PB ist ohnehin nicht geplant. In Hinblick darauf, dass im März dann das RICHTIGE Training los geht, trotzdem wäre es schön zu finishen (unter 5h). Aber die Welt würde auch nicht untergehen, sollte das nicht klappen. Man weiß ja nie was einen am Wettkampf Tag so erwartet.

Ich werde also noch eine Woche die Seele und die Beine baumeln lassen und versuchen bis zum 10.02.2019 keine unschuldigen Menschen meinem Tapering-Zorn zu unterziehen. ;)

Tag 222 – Stress

Man sollte den negativen Effekt, den psychischer Stress auf einen auswirkt nie unterschätzen.

Meistens macht man sich beim Training nur Gedanken um ausreichend Zeit und darum, dass man körperlich gesund bleibt, sich keine Erkältung einfängt und versucht sonstigen Wehwehchen aus dem Weg zu gehen.

Psychischer Stress kann den Körper und somit die Leistungsfähigkeit genauso zerstören, wie jede physische Verletzung. Stress lässt uns schlechter schlafen, was die Regenerationszeit vermindert und dem Körper somit zu wenig Zeit für Erholung bietet. Die zusätzlichen Stresshormone, die der Körper über den Tag produziert verlängern darauf hin noch weiter die Regenerationszeit und auf die Dauer kann man sich so schnell in eine Belastungsspirale begeben, die nicht mehr so leicht zu durchbrechen ist. Weder geistig noch körperlich.

In meinem Bild oben kann man schön den Unterschied zwischen einem recht ruhigen Sonntag und einem stressigen Arbeitstag sehen. Leider kann man sich Stress nicht aussuchen und unter normalen Umständen auch nicht konsequent vermeiden. Bei stetiger psychischer Belastung ist es jedoch wichtig diese nicht dauerhaft zu ignorieren und auf Signale, die einem der Körper sendet zu achten. Der Körper nimmt sich ansonsten die Ruhezeit die er braucht, egal ob es einem gerade in den Kram passt oder nicht.

P.S.: Den Stress-Ausschlag am Sonntag habe ich übrigens Dark Elf Svartaljqfurr zu verdanken. ;)

Tag 217 – Letzter langer Lauf

Sonntag. Zur Abwechslung ist heute mal ein Ruhetag. :)

Ich hatte gestern meinen letzten (echten) langen Lauf. Nach 7 Tagen durchgehendem Training, insgesamt 8 Trainingseinheiten und kurz unter 90km Laufstrecke darf ich heute mal die Füße hochlegen.

Die Intensivwoche verlief besser als erwartet. Aber ich verschätze mich bei dieser Woche eigentlich immer. ;) Letzten Sonntag habe ich den langen Lauf durchschnittlich über die Bühne gebracht. Das Wetter war mäh und ich war auch nicht wirklich topfit. Die nächsten drei Tage war ich ständig müde. Aber nach meinem Regenerationstraining am Mittwoch ging es langsam besser. Selbst die morgendliche Einheit am Freitag um 5 Uhr bei -6 Grad war verhältnismäßig entspannt.

Ich war deshalb gestern sehr überrascht, dass ich die 30km ohne ernstzunehmende Anstrengung oder Ermüdung und sogar in einer recht zügigen Pace (trotz der teilweise merklichen Glätte) einfach mal so abgerissen habe. Der Körper ist schon ein faszinierendes Konstrukt.

Man startet sein Training mit dem Gedanken, dass 12km eigentlich schon eine ziemlich weite Strecke ist und nur ein paar Wochen später macht man sich nicht mal mehr bei 30km nen Kopf. Ich denke ich bin ganz gut vorbereitet auf den Wettkampf in 3 Wochen.

Heute wird wie gesagt einfach mal erholt, vielleicht mal in die Sauna gesetzt, was sich bei dem Wetter ja anbietet und dann geht es in die letzte ernstzunehmende Trainingswoche. Whoop whoop!

Tag 208 – Review und Ausblick

Genau 2 Monate ist es nun her, dass ich mit Diät und dem speziellen Marathon Training begonnen habe. Beides läuft eigentlich ganz gut. Ich sehe keinen Meilenstein auf mich zurollen, aber dafür dass ich letztes Jahr eine längere Pause hatte, ist das Ganze doch ganz in Ordnung.

Ich habe mittlerweile ein wenig an Gewicht verloren, einiges an Fett gegen Muskeln eingetauscht und die GA1 Pace bei der man gefühlt ewig laufen könnte pendelt sich auch wieder bei 07:00 min ein. Auch die langen Läufe liefen bisher gut. Ich musste kein Training abbrechen und größere Muskelprobleme blieben ebenfalls aus.

In 4 Wochen ist es dann auch schon soweit. Ich düse nach Holland und laufe meinen ersten Marathon der Saison. Ich bin tatsächlich gespannt wie das so wird. Eine Bestzeit steuere ich ja ohnehin nicht an, von daher sollte das Ganze eigentlich hinhauen (der Marathon hat ein Limit von 5 Stunden und ich möchte wenn es geht unbedingt finishen).

Ich denke wenn das Training weiterhin so konstant bleibt, sollte der Marathon keine Hürde sein und ich kann mich nach einer kurzen Erholungsphase danach endlich dem eigentlichen Ziel widmen! Hach, ich bin aufgeregt.

Also kucken wir mal wie der Lauf diesen Sonntag so wird… es sind Dauerregen und Sturm angesagt… nicht die besten Voraussetzungen für 32km laufen. Na, mal sehen ob ich mir da was einfallen lassen kann oder es einfach versuche durchzuziehen.

Und, das Beste ist ohnehin… es ist FREITAG! :)

Tag 201 – Risiko ja, nein, vielleicht?

Eine dieser großen Fragen, die sich im Laufe der Marathon Vorbereitung irgendwann immer wieder stellt… greife ich beim nächsten Wettkampf meine PB (persönliche Bestzeit) an oder nicht?

Aus Erfahrung macht es Sinn sich hier möglichst früh zu entscheiden, da man das Training darauf ausrichten und auch einige Male testen sollte, ob die Pace, die man sich für den Wettkampf zurecht gelegt hat auch halbwegs realistisch ist.

Generell kann man sagen, dass ein Versuch die PB zu verbessern eigentlich nur 2 mögliche Ausgänge haben kann: entweder es klappt (YAY!) oder der Wettkampf wird richtig übel (NAY!). :D

Nichts ist schlimmer als den Wettkampf zu schnell anzugehen. Die letzten Kilometer werden danach alles andere als spaßig und man finished mit einer sehr unbefriedigenden Zeit (ich erinnere mich noch sehr gut an den Paris Marathon…).

Die Verbesserung der PB ist immer eine Herausforderung. Man spürt während des Wettkampfs Druck, kuckt ständig auf die Uhr… eigentlich mag ich das nicht. Andererseits ist es auch aufregend und einfach spannend es wieder zu versuchen. Auch wenn die Pace im Vorwege doch etwas verrückt klingt.

Ich bin froh, dass ich mir für die nächsten Wettkämpfe diese Gedanken nicht machen muss. Mein Marathon im Februar ist zwar ein regulärer Wettkampf, aber sich dabei vollends zu verausgaben macht in Hinblick auf das darauffolgende Training keinen Sinn. Der Marathon ist eben nicht mehr mein ultimatives Ziel. Ich bin auch schon sehr auf die weiteren Marathons im April und Mai gespannt, die dann nur noch Trainingsläufe sind. Ob das so hinhaut…? Ich werde es erfahren. Bis dahin ist aber noch etwas übliches Training angesagt. ^^

Und wenn ich den Ultra Marathon tatsächlich schaffen sollte, wird das so oder so eine neue persönliche Bestzeit. :)

GUTEN RUTSCH!

Ich wünsche allen noch ein paar schöne Stunden im Jahr 2018. Kommt gut und gesund ins neue Jahr und nehmt Euch nicht zu viele Vorsätze mit! Die verpuffen eh viel zu schnell.

Frohe Neues und eine megamäßige Saison in 2019! Wir rocken das!

Tag 196 – Jahresrückblick

Da ich mich morgen wieder dem Krafttraining widmen werde, war das heute der letzte Lauf des Jahres.

Lassen wir das Jahr doch mal etwas Revue passieren… ich habe gehört das macht man so. ;)

Meine App verrät mir, dass ich im Jahr 2018 1.588,8 km gelaufen bin. In Anbetracht dessen, dass ich über 2 Monate verletzt war und deshalb pausieren musste, eigentlich gar nicht soo schlecht.

Sportlich gesehen war das Jahr wirklich ganz gut. Trotz des nicht so ganz erfolgreichen Marathon in Paris, wird mir der Lauf auf jeden Fall immer in Erinnerung bleiben. Ich hatte viel Zeit an meinen Tanz Skills zu arbeiten und vor allem (aufgrund der Zwangspausen) mal zur Ruhe zu kommen und zu reflektieren, ob das was ich mache wirklich gut und sinnvoll ist und wo ich mit meinem sportlichen Engagement eigentlich noch hin will.

Generell – insbesondere im privaten Bereich – war das Jahr mal wieder eine Katastrophe. Leider nichts was man ändern kann, sondern einfach ertragen muss. Eigentlich nichts Besonderes, man ist es langsam gewöhnt, aber ich muss zugeben auf Dauer ist die mentale Dauerbelastung so hoch, dass man oft genug am Rande des Burnouts und auch des Wahnsinns kratzt. Von dem her darf das Jahr gerne weg, das braucht wirklich niemand mehr.

Wir schauen einfach mal was das nächste Jahr so bringt, gell?

Immer weiter nach dem Motto: niemals aufgeben, niemals kapitulieren!

FROHE FESTTAGE!

Ich wünsche Euch allen ein paar schöne freie Tage und dass ihr so feiern könnt (oder halt auch nicht) wie ihr das möchtet. :)

Erholt Euch gut vom Stress und gönnt Euch etwas Leckeres zu essen.

Frohe Festtage und eine dicke Umarmung an alle!
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