Monat: April 2019

Tag 310 – Woche 8

Und da ist sie schon… einfach mir nichts, dir nichts… Woche 8.

Jeder Läufer mit Trainingsplan kennt das. Es gibt diese 2 Wochen im Trainingsplan vor denen man einen riesigen Respekt hat. Bei meinen Trainingsplänen sind das immer die Wochen 8 und 9 (von einem 12-wöchigen Trainingsplan).

Man ist schon relativ erschöpft vom Umfang der letzten Wochen (auch wenn man aus einer Regenerationswoche kommt) und dann trifft man auf 2 Wochen mit dem höchsten KM-Umfang und teilweise auch hohem Tempo. Wer liebt das nicht?!

Es stehen zwar nur 3 Laufeinheiten diese Woche an, jedoch ist eine davon ein Marathon und die restlichen Einheiten wie Krafttraining, Schwimmen und Lauftechnik sind auch nicht ohne. Das Ganze in Kombination mit meiner Diät, die im Moment wirklich schwer zu halten ist, da ich durch die viele Bewegung einfach immer mehr Hunger bekomme.

Ich muss zugeben ich hatte sehr große Angst vor diesen beiden Wochen. Noch nie zuvor war mein Trainingsumfang so hoch. Jedoch muss ich sagen, ich habe doch etwas an Angst verloren. Ich fühle mich sehr fit und immer noch recht erholt. Diese und nächste Woche einen Trainingsmarathon zu laufen erscheint auch nicht nicht mehr utopisch, da mein letzter Marathon vor 1,5 Wochen wirklich sehr entspannt war.

Auch wenn mein letzter Trainingswettkampf am Samstag so richtig in die Hose ging, da ich mich absolut überschätzt und die Umstände unterschätzt habe, denke ich, dass ich das schaffen kann. Vielleicht wird es sehr hart, aber ich habe jetzt bereits 22 Wochen dediziertes Training hinter mir und ich meine ich bin ein großes Stück weiter gekommen.

Mal sehen, ob ich kommenden Montag immer noch dieser Meinung bin… ;)

Tag 304 – Perspektivenwechsel

Wenn sich 12 km anfühlen wie 8 km und ein Marathon zum “normalen” langen Dauerlauf wird…

Ich hatte am Sonntag mal wieder einen langen Dauerlauf, jedoch war es diesmal ein Marathon. Meine längste Trainingsstrecke war bisher 35km und es liegt wirklich lange zurück, dass ich diese absolviert habe. 35km benötigt man nur für einen recht ambitionierten Marathon Wettkampf, was aber schon seit Jahren bei mir kein Thema mehr ist.

Ich kannte die Marathon Distanz bisher ausschließlich als Wettkampf. Etwas was einen zu 100% auslaugt, einen an seine körperlichen und mentalen Grenzen bringt und wonach man sich mindestens 3-7 Tage absolut nicht mehr bewegen kann und auch nicht möchte.

Ich bin die Strecke sehr defensiv gelaufen. Alle 5km eine Gehpause zur Verpflegung eingelegt und darauf geachtet, dass mein Puls wirklich nie den GA1 Bereich verlässt. Das hat sich als sehr gute Taktik herausgestellt. Bei KM35, wo mich meistens ansonsten der berühmte Hammermann begrüßt, hatte ich sogar ein kleines Runner’s High. Die letzte 4km beschloss ich dann noch etwas zügiger zu laufen (GA2 Bereich) und das war auch ohne Probleme möglich. Ich hätte nach den guten 42km auch noch weiter laufen können…

Das Ganze ist schon etwas gruselig. Die Marathon Distanz war bisher mein absolutes Limit und nun… ja, ich muss zugeben, ein Ultra scheint mir mittlerweile möglich. Sehr möglich.

Das Training verläuft im Moment wirklich gut und ich habe das Gefühl so fit wie lange nicht mehr zu sein. Auch die Intervalle heute (3 Tage nach dem Trainingsmarathon!) waren absolut ok und machbar.

Nächste und übernächste Woche stehen jetzt noch 2 Marathons an. Der erste in Hamburg und der zweite in Goitzsche und ich freue mich wirklich auf die Veranstaltungen. Hamburg ist sowieso einer meiner Lieblingsmarathons und vielleicht kann ich auf den beiden Events ein paar Leute mitreißen und ins Ziel schubsen. So wie es andere schon so oft für mich getan haben. :)

Tag 294 – Langer Sonntagslauf

Da heute ein sehr langer Lauf auf dem Trainingsplan stand, habe ich mich ausnahmsweise auf den Weg Richtung Heide gemacht, um mal ein bisschen Tapeten (bzw. Bäume und Felder) Wechsel abzubekommen.

Ich war insgesamt 5h 15min unterwegs und es lief wirklich überraschend gut, obwohl das Wetter viel zu warm war. Die letzten beiden Stunden hatte es um die 22 Grad und wirklich Schatten hatte ich auf meiner Strecke eigentlich nie. Ich hasse diese schnellen Temperaturanstiege im Frühling. Erst trainiert man Monate lang bei Wind, Regen, Schnee, Temperaturen maximal im einstelligen Bereich. Und dann, zack, innerhalb von 2-3 Tagen ist es kuschelig warm. Das mag für Leute, die gern Eis essen und spazieren gehen toll sein, mich macht Wärme aber leider so richtig platt.

Nichtsdestotrotz habe ich meine Strecke sehr konsequent und auch sehr erfolgreich abgeschlossen. Die Pace war ideal, meine Verpflegung genau richtig (2 Liter Wasser, 3 Gels und ein Müsliriegel) und ich konnte auf den letzten 5km nochmal die Pace ohne allzu große Anstrengung steigern. Und das Beste: meine Beine fühlen sich jetzt kein bisschen erschöpft an, ganz im Gegenteil. Das gibt Hoffnung für die nächsten Wochen und ich denke ich bin auf einem nicht soo schlechten Weg.

Besonders nach der wirklich stressigen letzten Woche bin ich froh so gut dabei zu sein. Ich hoffe ich bekomme die nächste Woche auch halbwegs gut rum und bin dann gespannt wie mein Training am nächsten Sonntag verläuft. Trainings-Marathon 1 von 3… ich bin bereit!

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