Wenn sich 12 km anfühlen wie 8 km und ein Marathon zum “normalen” langen Dauerlauf wird…

Ich hatte am Sonntag mal wieder einen langen Dauerlauf, jedoch war es diesmal ein Marathon. Meine längste Trainingsstrecke war bisher 35km und es liegt wirklich lange zurück, dass ich diese absolviert habe. 35km benötigt man nur für einen recht ambitionierten Marathon Wettkampf, was aber schon seit Jahren bei mir kein Thema mehr ist.

Ich kannte die Marathon Distanz bisher ausschließlich als Wettkampf. Etwas was einen zu 100% auslaugt, einen an seine körperlichen und mentalen Grenzen bringt und wonach man sich mindestens 3-7 Tage absolut nicht mehr bewegen kann und auch nicht möchte.

Ich bin die Strecke sehr defensiv gelaufen. Alle 5km eine Gehpause zur Verpflegung eingelegt und darauf geachtet, dass mein Puls wirklich nie den GA1 Bereich verlässt. Das hat sich als sehr gute Taktik herausgestellt. Bei KM35, wo mich meistens ansonsten der berühmte Hammermann begrüßt, hatte ich sogar ein kleines Runner’s High. Die letzte 4km beschloss ich dann noch etwas zügiger zu laufen (GA2 Bereich) und das war auch ohne Probleme möglich. Ich hätte nach den guten 42km auch noch weiter laufen können…

Das Ganze ist schon etwas gruselig. Die Marathon Distanz war bisher mein absolutes Limit und nun… ja, ich muss zugeben, ein Ultra scheint mir mittlerweile möglich. Sehr möglich.

Das Training verläuft im Moment wirklich gut und ich habe das Gefühl so fit wie lange nicht mehr zu sein. Auch die Intervalle heute (3 Tage nach dem Trainingsmarathon!) waren absolut ok und machbar.

Nächste und übernächste Woche stehen jetzt noch 2 Marathons an. Der erste in Hamburg und der zweite in Goitzsche und ich freue mich wirklich auf die Veranstaltungen. Hamburg ist sowieso einer meiner Lieblingsmarathons und vielleicht kann ich auf den beiden Events ein paar Leute mitreißen und ins Ziel schubsen. So wie es andere schon so oft für mich getan haben. :)