Monat: Dezember 2018

GUTEN RUTSCH!

Ich wünsche allen noch ein paar schöne Stunden im Jahr 2018. Kommt gut und gesund ins neue Jahr und nehmt Euch nicht zu viele Vorsätze mit! Die verpuffen eh viel zu schnell.

Frohe Neues und eine megamäßige Saison in 2019! Wir rocken das!

Tag 196 – Jahresrückblick

Da ich mich morgen wieder dem Krafttraining widmen werde, war das heute der letzte Lauf des Jahres.

Lassen wir das Jahr doch mal etwas Revue passieren… ich habe gehört das macht man so. ;)

Meine App verrät mir, dass ich im Jahr 2018 1.588,8 km gelaufen bin. In Anbetracht dessen, dass ich über 2 Monate verletzt war und deshalb pausieren musste, eigentlich gar nicht soo schlecht.

Sportlich gesehen war das Jahr wirklich ganz gut. Trotz des nicht so ganz erfolgreichen Marathon in Paris, wird mir der Lauf auf jeden Fall immer in Erinnerung bleiben. Ich hatte viel Zeit an meinen Tanz Skills zu arbeiten und vor allem (aufgrund der Zwangspausen) mal zur Ruhe zu kommen und zu reflektieren, ob das was ich mache wirklich gut und sinnvoll ist und wo ich mit meinem sportlichen Engagement eigentlich noch hin will.

Generell – insbesondere im privaten Bereich – war das Jahr mal wieder eine Katastrophe. Leider nichts was man ändern kann, sondern einfach ertragen muss. Eigentlich nichts Besonderes, man ist es langsam gewöhnt, aber ich muss zugeben auf Dauer ist die mentale Dauerbelastung so hoch, dass man oft genug am Rande des Burnouts und auch des Wahnsinns kratzt. Von dem her darf das Jahr gerne weg, das braucht wirklich niemand mehr.

Wir schauen einfach mal was das nächste Jahr so bringt, gell?

Immer weiter nach dem Motto: niemals aufgeben, niemals kapitulieren!

FROHE FESTTAGE!

Ich wünsche Euch allen ein paar schöne freie Tage und dass ihr so feiern könnt (oder halt auch nicht) wie ihr das möchtet. :)

Erholt Euch gut vom Stress und gönnt Euch etwas Leckeres zu essen.

Frohe Festtage und eine dicke Umarmung an alle!

Tag 189 – Es kommt immer anders…

… als man denkt!

Der Wochenanfang war so brutal hart. Das Krafttraining am Montag resultierte in zitternden Armen und nicht wirklich viel Produktivität.

Dienstag, es waren lediglich 10km Marathon Renntempo… es war derbe schwerfällig. Sehr langsame Pace und danach wollte ich mich irgendwo hinlegen und einfach nur noch schlafen.

In dem Moment kamen wieder die ganzen Zweifel hoch. Schafft man das wirklich? Grenzt das Training an Übertraining? Wird es kontraproduktiv? Und warum zur Hölle sind immer alle besser mit viel weniger Aufwand??

Das war – im Nachhinein betrachtet – das erste merkliche mentale Training dieser Trainingsphase. Und ich kann mit Stolz behaupten, danach ging es wieder bergauf. Unerwartet, aber richtig motivierend!

Ich hatte Angst vor den Intervallen am Mittwoch. Doch trotz der hohen Intensität konnte ich diese ganz gut hinter mich bringen und war nach der Trainingseinheit richtig zufrieden.

Donnerstag hatte ich mich dann aufgerafft im Stockdunklen 50min etwas Höhenmeter und Trail zu trainieren. Ich habe es ruhig angehen lassen (es sollte auch ein ruhiger Dauerlauf werden) und die Treppen ließen sich leichter bewältigen als gedacht. Ich habe nicht viele Kilometer geschafft aber gemerkt, wie schnell sich der Körper im Moment wieder erholen kann. Richtig cool!

Am Freitag war dann meine lockere Schwimmrunde an der Reihe und Samstag der wohlverdiente Ruhetag.

Heute ging ich ziemlich motiviert an meine geplanten 28km und was soll ich sagen. Überraschenderweise lief es richtig gut. Gegen Ende war ich etwas erschöpft, das darf man nach so einer Trainingswoche auch sein, aber dass die Kilometer und die Zeit so schnell und unbeschwert rumgehen hätte ich echt nicht gedacht.

In diesem Sinne… durchhalten, auch wenn es manchmal schwer oder gar zu schwer erscheint. Es kann sich auszahlen!

P.S.: Das Beitragsbild ist die Cloud of Darkness. Selbst die wird bezwingbar, wenn man einfach nur durchhält. :)

Tag 182 – Komfortzone

Meine beste Freundin und ich haben ein System entwickelt mit dem wir Motivationssprüche bewerten, die einem fast täglich ins Gesicht springen:
“Glaube an Dich, dann kannst Du alles schaffen!”
“Die Frage ist nicht, ob man muss oder kann. Die Frage ist, ob und was man wirklich will.”
Wir bewerten diese Sprüche mit dem Aggressionslevel, das dieses Gelaber bei uns auslöst. Mag sein, dass diese Sprüche manchen Menschen helfen können, aber viele davon sind (leider) unrealistisch und für vieles einfach nicht anwendbar. Das Leben ist meistens nicht so schwarz-weiß…

“Dein Leben beginnt dort, wo deine Komfortzone endet.” ist auch eine dieser Weisheiten. Dieser erreicht bei mir nun nicht unbedingt einen hohen Aggressionslevel (vielleicht so 52%), ich halte ihn aber für vekehrt.

Ich bin sicherlich jemand, der seine Komfortzonen sehr oft verlassen muss. Meine Komfortzone ist teilweise ungesund klein, sodass diese mein Leben deutlich erschweren würde, würde ich zu viel darin festhängen. Das würde mir nicht gut tun.

Seine eigene Komfortzone aber ständig zu verlassen oder zu denken dieses tun zu müssen, weil es nur außerhalb derer lebenswert ist oder einen weiter bringt, finde ich etwas gefährlich. Es ist auf jeden Fall ein guter Weg sich Richtung Burn Out oder Depression zu steuern. Körper und Geist benötigen Erholung, einen Platz der Ruhe an dem man nicht ständig angespannt ist und auf der Hut sein muss. Außerhalb der Komfortzone fühlt man sich unsicher, unwohl, nervös. Dieser Zustand muss auch wieder abebben, um die Wirkung zu zeigen, die sich viele erhoffen. Nämlich eine Erweiterung ihrer Komfortzone.

Ja, ich bin für ein zeitweiliges Verlassen der Komfortzone (ohne hätte ich niemals nach 34 Jahren endlich mal einen Handstand geschafft), jedoch sollte man – vor allem sich selbst – auch die Zeit geben sich ausreichend in der Komfortzone zu erholen. Das gilt beim Laufen, wie auch im restlichen Leben.

Tag 175 – 3. Trainingswoche

So. 3 von 12 Trainingswochen sind nun abgeschlossen. Ich bin bisher sehr zufrieden und auch ein bisschen überrascht wie gut es läuft.

Anfang der Woche hatte ich etwas mit Müdigkeit und ab Mittwoch mit Muskelkater zu kämpfen (eventuell habe ich das Krafttraining am Dienstag ein ganz klein bisschen übertrieben…), beides war aber Freitag im Laufe des Tages verschwunden.

Der lange Lauf heute (25km langsamer Dauerlauf) war wirklich entspannt. Ich habe die Pace etwas angezogen, um zu sehen wie sich die Muskeln im höheren GA1 Bereich verhalten und ob die Ermüdung schneller eintritt, aber nichts. Die ersten 20km waren so locker, dass ich gar nicht glauben konnte schon so weit gelaufen zu sein. Die Zeit verging wie im Flug.

Weil es so locker lief, habe ich dann auf den letzten 5km nochmals die Intensität erhöht und bin in den GA2 Bereich gewechselt. Hier hat sich dann irgendwann etwas Ermüdung breit gemacht, aber nichts was man nicht noch länger hätte durchziehen können.

Erstaunlich, da mich die ersten 25km nach einer längeren Marathon Pause doch immer etwas herausfordern.

Ich bin also guter Dinge, dass die nächsten beiden Wochen, in denen das Training nochmal merklich anzieht, überlebbar sind.

My army comes from deep within
Beneath my soul and beneath my skin
As you are ending I’m about to begin
My strength is pain and I will never give in

Tag 173 – Vortäuschung falscher Tatsachen

Ich bin die ersten 20 Jahre meines Lebens ohne Internet aufgewachsen (ja, ich bin so alt). Social Media hat sich über die letzten zehn Jahre gefühlt verbreitet wie ein Lauffeuer und jüngere Generationen können es wahrscheinlich gar nicht verstehen, wie man seine Jugend ohne Dinge wie YouTube oder Instagram überleben konnte.

Generell bin ich Social Media eigentlich sehr postiv gegenüber eingestellt. Ich sehe viele Vorteile solcher Plattformen. Man hält einfacher Kontakt zu entfernten Freunden, man kann sich mit allmöglichen Menschen über ähnliche Interessen austauschen und lernt vieles Neues kennen. Ab und zu entdeckt man interessante Herangehensweisen und manchmal kann man auch Zeit damit effektiv totschlagen.

Da die sozialen Medien meist aber komplett öffentlich sind und man auch seinen Freunden nicht regelmäßig das schlimmste Montagmorgen Gesicht zumuten will, ist man eventuell versucht die Realität etwas zu schönen. Ich nehme mich davon nicht aus. Auch bei mir überwiegen die Posts in denen ich vermeintlich makellos erscheine und eine perfekte Pose halten kann. Wer will schon schmerzverzerrte Gesichter sehen… oder den Zehennagel, den man gerade verloren hat.

Wenn ich länger darüber nachdenke, ist die Antwort eigentlich ganz einfach und offensichtlich. ICH möchte solche Dinge sehen! Ich ertappe mich oft genug dabei andere Menschen für das was ihnen so zuzufliegen scheint zu beneiden. Und dabei ist mir bewusst, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat. Nur weil man es nicht sieht, heißt das nicht, dass es nicht da ist. Gerade ICH sollte das wissen. Ich bin niemand der mit seinem Leid hausieren geht, nichtsdestotrotz sollte man vielleicht überlegen, ob man etwas öfter die Realität nach draußen trägt.

Also gehen wir doch mal mit gutem Beispiel voran:
Ja, das auf dem Bild oben ist mein maximaler Backbend…
Nein, das hat keinen Spaß gemacht…
Ja, das ist ein sehr schmerzverzerrtes Gesicht!! ;)

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