Monat: Mai 2019

Tag 339 – Statistik

Time flies when you are having fun…!

Es ist also wirklich schon 339 Tage her seitdem ich beschlossen habe einen Ultra Marathon zu laufen. Ich habe mich 29 Wochen explizit darauf vorbereitet, 29 Wochen Diät gehalten und ungefähr 250 Stunden mit Training vebracht.

Man selbst merkt von den Veränderungen immer wenig, da der Fortschritt wirklich langsam voran geht. Aber die körperliche Leistung kommt halt nicht von heute auf morgen. Aus meinem Gefühl heraus hätte ich gesagt, ach das hat doch alles nicht viel gebracht, jedoch sieht man an dieser Grafik, dass sich doch einiges getan hat:

Auch wenn sich hinsichtlich Gewicht recht wenig getan hat, sehe ich an den anderen Werten (und an meinen Klamotten und an den Vorher-Nachher-Fotos) einen deutlichen Unterschied. Damit bin sogar ich recht zufrieden.

Auch eine Verbesserung der Pace um ca. 1 Minute pro Kilometer (auslegbar auf alle Laufbereiche) ist auch nicht schlecht (obwohl ich nicht so viel leichter geworden bin, als ich eigentlich wollte).

Insgesamt bin ich seit Start des Trainingsplans 1370km gelaufen und hatte meistens 6 Trainingstage pro Woche. Rückblickend war das Training zeitlich wirklich sehr intensiv, aber noch machbar. Viel Luft nach oben sehe ich ehrlich gesagt aber nicht mehr. Ich habe sehr vieles für das Training vernachlässigt (Familie, Freunde, andere Hobbies) und es war schwer einfach mal abzuschalten.

Morgen geht es dann auf große Reise und Samstag stelle ich mich meiner bisher größten Herausforderung. Ein Bericht dazu wird nächste Woche folgen.

Bis dahin…!

Tag 336 – Nur noch eine Woche

Willkommen im Tapering!

Freitag habe ich meine letzte nennenswerte Trainingseinheit hinter mich gebracht, was jetzt noch folgt sind ein paar Mini-Trainings damit man das Laufen nicht ganz verlernt.

Montag und Dienstag werde ich mich mittels No-Carb Ernährung einmal entladen. Das hat beim letzten Mal sehr gut funktioniert – zu meinem Leidwesen – da ich diese Art der Ernährung wirklich nicht mag. Ab Mittwoch werden dann Kohlenhydrate ohne Ende geschaufelt, um die Speicher maximal aufzufüllen.

In den nächsten Tagen gibt es noch eine kleine Gegenüberstellung der Fakten, damit wir alle mal sehen was das Training in den letzten Monaten mit mir gemacht hat. Und am Samstag wird es dann endlich soweit sein…

Grundsätzlich bin ich guter Dinge. Ich habe mir eigentlich nichts vorzuwerfen. Ich habe bis auf ein Training alle Einheiten erfolgreich erledigt, ich war nie krank, meine Diät verlief auch zufriedenstellend. Nichtsdestotrotz ist die Angst vor dem Unbekannten auf jeden Fall da und ich bin generell neuen Herausforderungen immer sehr demütig gegenüber eingestellt.

Aber ich freue mich auf den Lauf und darauf mir danach Gedanken machen zu können, wie es sportlich weiter geht.

Tag 324 – Woche 9… DNF

Letzten Sonntag scheine ich ein Limit erreicht zu haben. Das ist aber eigentlich auch die Intention von Woche 8 und 9: an seine Grenzen zu gehen. Ich hätte diese zwar gerne im Rahmen meines Trainingsplans erreicht, aber was nicht ist ist nicht.

Grundsätzlich verlief die letzte Woche recht gut, ich habe aber heute die Vermutung, dass ich mich zu wenig erholt und eventuell auch zu wenig gegessen habe.

Der angedachte Marathon Trainingslauf wurde daher leider nur ein Halbmarathon. Nach gut 20km war einfach Schluß, hauptsächlich mental. Ich konnte meinen Körper beim besten Willen nicht mehr dazu überreden zu laufen. Ja, es war kalt und ungemütlich, aber normalerweise macht mir das nicht so viel aus. Je länger ich ging, desto absurder wurde der Gedanke laufen überhaupt noch in Betracht zu ziehen. Ganz egal wieviel ich auch mit mir argumentiert habe.

Nach 22km habe ich mich dann entschlossen den Heimweg anzutreten und kam schließlich nach guten 4km Fußmarsch zu Hause an. Den Rest des Tages war ich nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Ich konnte kaum essen und mich nur sehr schwer auf den Beinen halten… so ganz sicher bin ich mir trotzdem immer noch nicht was das war.

Gestern habe ich dann eine Pause (Sport, Diät) eingelegt, viel geschlafen und zum Glück scheint heute der Spuk schon wieder vorbei zu sein. Ich konnte meine Trainingseinheit ohne Probleme bewältigen und war sogar recht zügig unterwegs.

Ich hoffe die fehlenden Kilometer letzte Woche mindern meine Chancen auf Erfolg in guten 2 Wochen (OMG!!! 2 WOCHEN!!!!111elf) nicht zu sehr und schlagen sich nur auf die Zielzeit nieder, die ohnehin unwichtig ist.

Aber mehr als mit den Schultern zu zucken bleibt mir nicht, das Leben ist ohnehin sehr oft RNG… Also wird das Training und die Diät wieder aufgenommen, die letzten Einheiten abgearbeitet und versucht bis zum Tag X einfach nicht durchzudrehen… oO’

Und vielen lieben Dank an alle, die mich am Sonntag aufgebaut und mir Mut zu gesprochen haben. :) Ich weiß das sehr zu schätzen!!

Tag 319 – Ein bisschen Statistik

Kommen wir doch heute mal ein bisschen zum Thema Statistik. Im Mai werde ich ohnehin ein paar mehr Auflistungen, Reviews und Vergleiche posten, um nachzuvollziehen was sich in den letzten Tagen, Wochen und Monaten getan hat.

Der April 2019 ist für mich in dem Sinne besonders, dass ich im genannten Monat so viel trainiert habe wie noch nie (seitdem ich 2011 mit dem regelmäßigen Laufen begonnen habe). Was das Ganze noch eindrucksvoller macht ist die Tatsache, dass es mir immer noch sehr gut geht. Ich fühle mich weder außerordentlich müde und/oder schwach, ich kränkel nicht und mein Zeitmanagement ist auch noch in Ordnung.

Ich bin letzten Monat insgesamt 255km gelaufen, davon 2 Marathons innerhalb von 3 Wochen. Ich habe gute 45h trainiert (Laufen, Kraftsport, Schwimmen, etc. pp.) und meine Lauftechnik merklich verbessert.

Diese Woche stehen die letzten anspruchsvollen Einheiten auf dem Plan und Ende nächster Woche geht es langsam Richtung Tapering.

Und auch wenn ich täglich ein klein bisschen nervöser werde weiß ich zumindest, dass ich in meiner Vorbereitung wohl nicht hätte mehr machen können.

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