Monat: November 2018 (Seite 1 von 2)

Tag 166 – Warum ich laufe

Ab und an kommt es vor, dass mich Menschen in meiner Umgebung fragen, warum ich eigentlich laufe. Warum ich so viel Zeit investiere, andere Dinge deswegen vernachlässige und so einige Unannehmlichkeiten auf mich nehme, um bestimmte Trainings oder Wettkämpfe bestreiten zu können.

Man selbst kommt dann auch etwas ins Grübeln. Ja, warum mache ich das eigentlich?

Ich laufe nun seit 2010 bzw. habe ich 2010 damit begonnen mir die Fähigkeit zu laufen anzutrainieren. Ich habe früher immer mal wieder mit dem Laufen begonnen, aber schnell die Lust daran verloren, weil ich mich immer überfordert und auch falsche Vorstellungen vom Laufen hatte. Aber scheinbar war die initiale Lust dazu schon immer vorhanden. Soweit ich mich erinnern kann habe ich in 2010 den Entschluss es wieder einmal mit Laufen zu versuchen aus dem Grund gefasst, weil ich mal wieder sehr viel Stress auf Arbeit hatte und einfach nur raus wollte. Schon seit meiner Kindheit beruhigt es mich unheimlich draußen zu sein und einen gewissen Bewegungsdrang hatte ich ohnehin schon immer.

Dieses Mal hatte ich mir die Zeit genommen langsam korrektes Laufen (erst mit Knieschienen, dann nach und nach ohne) zu lernen und meinen Körper daran zu gewöhnen. So nahm dann alles seinen Lauf. Immer ein bisschen weiter, immer ein bisschen schneller. Und kaum man sich versah stand man bei diversen Marathons am Start. Verrückt eigentlich.

Wenn ich jetzt so daran denke was mir laufen alles gibt, ist es kein Wunder, dass ich mein Leben darauf mehr oder weniger auslege. Natürlich ist eine gewisse Sucht hier auch nicht abzusprechen, aber ich denke diese habe ich zumindest meistens im Griff.

Auch wenn ich das berühmte Runner’s High gar nicht so oft erlebe wie man vielleicht denken mag, sieht man mich auf jeden Fall viel öfter beim Laufen lächeln als mit angestrengtem Gesichtsausdruck. Ich kann fast jedem Wetter und jeder Jahreszeit etwas abgewinnen. Es entspannt mich ungemein bei absoluter Dunkelheit durch den Wald zu laufen und den Sternenhimmel betrachten zu können. Jeder Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist einzigartig. Der Regen im Sommer verschafft Kühle, der Regen im Herbst und Winter hat etwas Meditatives. Ich möchte diese Erlebnisse, diese Gefühle einfach nicht mehr missen.

Aufgrund meiner Vergangenheit bin ich ein sehr unausgeglichener Mensch und zu laufen gibt mir die nötige Ruhe und auch das Ventil negative Gedanken und Emotionen loszuwerden. Gleichzeitig macht mich meine Vergangenheit aber auch zu einem guten Läufer, da ich lernen musste über einen langen Zeitraum schlimme Dinge zu ertragen. Körperlich wie geistig.

Auch wenn ich viele, viele andere Sportarten mag und diese auch gerne alle parallel ausüben würde habe ich gerade dieses Jahr gemerkt, dass Laufen die Sportart ist, die mir wirklich am Herzen liegt. Hieraus entstand auch der Entschluss den Ultra-Marathon in Angriff zu nehmen und andere Dinge in diesem Zuge entweder aufzugeben und drastisch zu reduzieren. Und bisher habe ich diese Entscheidung noch keinen Tag bereut.

Tag 161 – Woche 1 von 12

So. Die erste von 12 Trainingswochen (des Marathon Trainingsplans) ist rum.

Alles in allem war es ein guter Start. Ich habe alle 6 Trainingseinheiten ordentlich über die Bühne gebracht. Das Krafttraining Montag war effizient, die Läufe Dienstag und Mittwoch zwar teilweise schmerzhaft aufgrund des Wetters (bei bestimmtem Wetter werden meine alten Verletzungen sehr wetterfühlig) und etwas langsam, aber ebenfalls im Rahmen. Schwimmen am Donnerstag war ziemlich entspannt, der ruhige Lauf am Freitag ohne Anstrengung möglich. Und der lange Dauerlauf heute war ebenfalls sehr leicht zu absolvieren. GA1 scheint demnach noch ganz gut vorhanden zu sein, fehlt nur noch etwas Geschwindigkeit, die ohnehin von selber wiederkommt.

Auch an der Diät gibt es bisher nichts zu meckern. Manchmal etwas nervig, aber generell jetzt keine allzu große Überwindung.

Hmmm, nur noch 11 Wochen bis zum Two Rivers Marathon… die Zeit wird schneller vergehen als mir lieb ist. Bis dahin heißt es dabei bleiben, auf sich achten und nichts übertreiben. Dann sollte das alles – auch ohne Krankheit – klappen. Es kann gerne so weiterlaufen.

P.S.: Das Foto ist beim Ostseeman 2017 entstanden. :)

Tag 155 – Trainingsphase 1

Endlich ist der Tag gekommen (und nein, ich meine nicht Montag)… meine offizielle Trainingsphase beginnt! Meine Ernährung habe ich bereits vor einigen Tagen umgestellt und ich fühle mich bereit und motiviert (ok, vielleicht etwas zu motiviert) die Herausforderungen, die vor mir liegen anzupacken.

Wenn man ehrlich ist, ist diese erste Trainingsphase für mich eigentlich gar nichts Neues. Ich trainiere wie gewohnt für einen Marathon, um genau zu sein für den Two Rivers Marathon in Holland, Mitte Februar.

Was es diesmal aber so besonders und spannend macht ist, dass dieses Training nur ein Vorbereitungstraining für meinen anstehenden Ultra Marathon darstellt. Keine “Erleichterung” oder große Erholung nach diesem Wettkampf… ganz im Gegenteil. Danach stehe ich vor dem eigentlichen Berg voller Aufgaben, aber soweit sind wir noch nicht.

Also die Aufregung und Motivation wieder etwas zurückdrehen und sich ins übliche 12-wöchige Training stürzen, mit all ihren Hochs und Tiefs.

Gehen wir es an! Wir sehen uns auf der Strecke. :)

Tag 154 – 10 Trainingsregeln – TRINKEN!!

Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe… aber um Gottes Willen, TRINK AUSREICHEND!

Ich kann mir das gar nicht oft genug sagen. Gerade jetzt merke ich wieder, dass ich außer einem Kaffee heute noch nichts getrunken habe. Meine Güte…

Also, nochmal zur Erinnerung… weil es wirklich, wirklich wichtig ist:
Trinken. Wasser. 2 Liter an trainingsfreien Tagen. Mindestens 3 Liter an Tagen mit leichtem Lauftraining.

Auf geht’s! :) Prost!

Tag 152 – 10 Trainingsregeln – RÜCKSCHRITTE

Auch so ein Thema das jeder kennt. Rückschritte oder eher noch Stagnation.

Innerhalb eines Trainingszyklus wird es immer wieder Phasen geben in denen einem alles sinnlos erscheint. Man verliert trotz guter Ernährung kein Gewicht (nimmt eventuell wieder zu), die Läufe werden anstrengender und langsamer. Alles ist irgendwie… doof!

Solche Phasen gilt es zu akzeptieren und zu überstehen. Für Anfänger ist das die gefährlichste Phase ein neues Training oder Sport überhaupt abzubrechen, weil “ja eh alles nix bringt…”.

Dieser Frustration muss ich mich auch oft genug stellen, aber auch das gehört zum mentalen Training, das gerade bei Marathon oder Ultra-Marathon Strecken sehr wichtig ist. Sich von seinem Kopf nichts einreden zu lassen und sich mal durchzubeißen, wenn es vielleicht mal nicht so läuft (im wahrsten Sinne des Wortes).

Natürlich können Rückschritte auch ein Zeichen für Übertraining oder falsche Ernährung sein. Sollte der Zustand zu lange anhalten sollte man einmal einen genaueren Blick auf das Training werfen. Für Krankheit, Übertraining o. ä. gibt es aber außer der schwächelnden Leistung, noch mehr Anzeichen, dass etwas nicht stimmt (zum Beispiel ein erhöhter Ruhepuls und allgemeines Unwohlsein außerhalb des Trainings).

Rückschritte SIND doof, aber sie gehören beim Sport – wie auch im restlichen Leben – dazu.

Tag 150 – 10 Trainingsregeln – MUSIK

Musik ist für mich wahnsinnig wichtig. Ich liebe es zur Musik zu tanzen, einfach nicht nachzudenken und sich treiben zu lassen. Musik begleitet mich fast rund um die Uhr und somit natürlich auch beim Laufen.

Ich laufe nicht immer mit Musik. Manchmal höre ich auf längeren Strecken auch Podcasts und Hörbücher, ab und zu laufe ich auch ohne alles (also ohne Musik o. ä…. nicht nackt!). Ich würde aber sagen, dass ich zu 70% mit Musik in den Ohren laufe.

Ich habe festgestellt, dass mich Musik beim Laufen unterstützt und mir ebenfalls über Schwierigkeiten hinweg hilft oder einfach noch mehr beflügelt. Immer wenn ich für einen Wettkampf trainiere kristallisieren sich ein paar Lieder heraus, die sozusagen den Soundtrack für den jeweiligen Lauf bilden. Es ist ganz lustig zu sehen, wie manche Lieder immer wieder kommen und wie manche einfach für Jahre in der Versenkung verschwinden.

Hier mal ein paar Lieder, die mich zur Zeit antreiben und theoretisch auch in einer Dauerschleife laufen könnten ohne mich zu nerven:

    SKILLET – MONSTER (Metal Cover) by Caleb Hyles and Jonathan Young
    ももクロMV】MOON PRIDE / ももいろクローバーZ
    DIE APOKALYPTISCHEN REITER – Es wird schlimmer
    Jackie Chan – Drunken Master II Theme Song
    Devil May Cry 4 – Shall Never Surrender

Tag 148 – 10 Trainingsregeln – VORBILDER

Ich glaube manchmal hilft es sich das ein oder andere Vorbild vor Augen zu rufen. Sei es ein Freund, die Familie oder eine bekannte Person, der man in irgendeiner Art und Weise nacheifert. Wenn der Körper langsam immer erschöpfter wird, hilft es dem Geist immens zu wissen, dass es Leute gibt, die einem zujubeln egal wie langsam man ist. Oder der starke Wille jemandem nachzueifern, der einen die letzten Kilometer ins Ziel trägt. Es fällt ja niemandem irgendetwas einfach so in den Schoß, auch wenn man das gerne denkt.

Für mich ist es so wichtig zu wissen, dass meine Familie und meine Freunde das unterstützen was ich tue, auch wenn sie es nicht immer verstehen und mich zurecht für irre halten. Gerade bei meinem letzten Marathon in Paris, den ich fast abgebrochen hätte, hat mich am Ende nur noch das Wissen voran getrieben, dass mir alle aus der Ferne zujubeln.

Und selbst wenn ich meine persönlichen Vorbilder niemals nur irgendwie erreichen kann, hilft auch hier einfach der Gedanke, dass auch diese Personen genug durchstehen mussten, um überhaupt so weit kommen zu können.

In diesem Sinne… DANKE an alle, die immer für mich da sind!! :)

Tag 145 – 10 Trainingsregeln – GIB. NIE. AUF.

Ich denke das Thema erklärt sich recht schnell von selbst… gib nicht auf! Niemals!!

Nur um es gleich einmal vorweg zu nehmen: es gibt Situationen, in denen man aufgibt. Und das ist gut und wichtig! Habe ich mich verletzt, gebe ich auf. Merke ich, dass mein Körper/mein Kreislauf einen kritischen Status erreicht (und man merkt ab wann es WIRKLICH ernst ist), gebe ich auf. Das sind harte, aber vernünftige Entscheidungen.

Habe ich das Gefühl das alles nicht zu schaffen, gebe ich nicht auf. Ist das Training die Hölle, gebe ich nicht auf. Brennen die Oberschenkel, gebe ich nicht auf. Laufen mir die Tränen aus Erschöpfung und Verzweiflung die Wangen hinab, ich gebe verdammt nochmal nicht auf.

Denkt immer daran, ihr seid so viel stärker als ihr denkt. Lasst euch von eurem Kopf nicht täuschen. Ihr könnt das, ihr schafft das!

GIB NIEMALS AUF! YOU GOT THIS!

Tag 142 – 10 Trainingsregeln – FÜSSE

Ich muss unweigerlich grinsen, während ich das hier schreibe. Ich habe eine Freundin, die Füße so sehr hasst. Ich glaube sie würde bei dem Artikel hier durchdrehen. ;)

Lasst mich trotzdem kurz über Füße reden. Das sind nämlich unsere wichtigsten Körperteile was das Laufen betrifft. Blasen am Fuß? Zehennagel entzündet? Hühneraugen? Gebrochener Fuß? Zu viel Hornhaut? Zu wenig Hornhaut? Hatte ich alles schon, ist alles nicht geil.

Auch hier ist einiges Try and Error, womit man persönlich am Besten klar kommt. Ein paar kleine Tode wird man wahrscheinlich sterben müssen. Da ich einfach manchmal schrecklich faul bin, habe ich oft einfach keinen Bock mich um meine Füße zu kümmern. Dafür bin ich auch nicht eitel genug (da ist teilweise eh nix mehr zu retten :D).

Es gibt aber ein paar Dinge auf die ich wirklich versuche zu achten, besonders wenn die wöchentlichen Kilometerzahlen immer mehr zunehmen:

    – Zehennägel stets kurz halten
    – Kleine Blasen sofort aufstechen
    – Überschüssige Hornhaut entfernen (aber auch nicht alles weg schmirgeln)
    – Regelmäßig eincremen
    – Zehennägel lackieren (hilft mir tatsächlich nicht allzu viele Fußnägel auf Dauer zu verlieren)

Und? Halte ich mich gerade an die Weisheiten da oben…? Hmpf… ich kümmere mich am Wochenende drum. Bestimmt…!

Tag 140 – 10 Trainingsregeln – ERNÄHRUNG

Uuuuh, Ernährung. Hier scheiden sich sowieso ALLE Geister. Immer. *Augen roll*

Generell ernähre ich mich nicht schlecht. Ja, ich esse ab und zu gern Süßes, trinke zu viel Kaffee, aber ich koche meistens selbst und halte mich von Junk Food fern (da ich das ohnehin nicht so gern mag). Normalerweise trainiere ich das ganze Jahr ohne auf meine Ernährung zu achten und stelle mich auch erst gar nicht auf die Waage.

Habe ich aber ein ambitioniertes Ziel vor Augen (z. B. einen für mich schnellen Marathon oder wie bald eine neue Distanz), wird mein Trainingsplan durch eine Ernährungsumstellung begleitet.

Im Durchschnitt verliere ich während meiner Diät 7 bis 11 kg, was meiner Ausdauer und Geschwindigkeit auf langen Strecken sehr zu gute kommt. Jeder der schon mal eine Diät oder ähnliches versucht hat (und das ist mittlerweile glaube ich schon fast jeder) kennt die 1000 Sprüche, die man sich anhören muss. Das geht von “Ach, das hast Du doch gar nicht nötig!” und “Kohlenhydrate machen aber dick!” bis zu “Also vorher hast Du mir besser gefallen!” und “Wie kann man sich das nur antun??”. Ich glaube wir kennen alle ausreichend viele Beispiele.

Das Problem bei Diäten bzw. bei Ernährung an sich ist, dass es kein Universalrezept gibt. Mach das so, dann passiert garantiert das. Das funktioniert wenn überhaupt nur im begrenzten Maße.

Ich habe nach vielem Rumprobieren eine Methode gefunden, die mir körperlich gut tut, die ich durchhalten kann und mich gerade nur so sehr reizt, dass ich eben niemanden aufgrund von Hunger töten muss.

Ich achte auf ein tägliches, nicht allzu großes Defizit was die Kalorien angeht und versuche wertvolle, kohlenhydratreiche Nahrung zu mir zu nehmen. Alles wie immer keine Raketenwissenschaft, man muss nur etwas Geduld haben mit sich und seinem Körper, Dinge ausprobieren und am Besten allen Klugscheißern nett lächelnd zuwinken. Das schont die eigenen Nerven am meisten. ^^
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